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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Berührung

Wegwort vom 20. August 2018

Ich lasse mich immer wieder von Schicksalen berühren. Flüchtlingsströme, Kinder, die von ihren Eltern getrennt werden (z.B. aktuell an der USA-Grenze zu Mexiko), Obdachlose und Bettelnde in den Strassen von Zürich, Kranke, die Schmerzen leiden... Es gibt so viel Leid in der Welt. Das tut weh!

Nach dem Tod von Ernst Sieber nach Pfingsten wurde viel über den charismatischen Mann berichtet. Von seinen Taten, die in seinen Werken weiterbestehen und Früchte tragen wurde in der Presse viel berichtet.
Hier ein Zitat aus der evangelisch-reformierten Zeitung, Kirchenbote Kanton Zürich: „Ernst Sieber hat die Menschen berührt. Und er liess sich von ihrem Leid berühren.“
Ernst Sieber hat die Menschen berührt, und dies nicht nur im übertragenen Sinn! Er hat sie umarmt, ihnen die Hand gehalten. Und er liess sich berühren, sowohl im Herzen wie auch körperlich. Er kannte keine Berührungsängste.

In der heutigen Zeit ist das gar nicht so unproblematisch. Zu viele körperliche Übergriffe in Kirchen hat es gegeben, Berührungen sind fast schon ein Tabu. Dabei ist es erwiesen, dass wir Menschen Berührungen brauchen. Unsere Haut braucht Zärtlichkeit. Berührungen sind notwendig, damit wir uns auch berühren lassen können im übertragenen Sinn.

Nähe und Distanz in öffentlichen Institutionen… ein grosses, aber auch heikles Thema. Dieses Weg-Wort bietet keine Patentlösung, denn die gibt es nicht! Sich der Diskussion nicht verschliessen, im Gespräch bleiben und sich weder von Ängsten noch von einer naiven Unbekümmertheit leiten lassen, das kann schon viel bewirken. Denn positive Berührungen können bewegen und beglücken.

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Hauptbahnhof Zürich.
Evangelisch-reformierte und Römisch-katholische Kirche. Impressum

Geändert: 20.08.2018
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