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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Geh mir aus der Sonne!

Wegwort vom 27. Juni 2016

Wer kennt den Ausspruch nicht? Eine Anekdote berichtet, dass Alexander der Grosse den Philosophen Diogenes besucht hat. Auf die Frage, wie Alexander ihm dienen könne, soll dieser geantwortet haben: "Geh mir nur ein wenig aus der Sonne!"

Wieviel "Kirche" steht uns in der "Sonne"? Wie können wir uns auf Jesus und seine Gründungsideen besinnen?

Remi Hess hat sich mit Institutionen auseinandergesetzt. Er schreibt im Buch "Das Instituierende, das Instituierte und die Institutionalisierung": "Wenn eine Idee sich bewährt, gibt man ihr eine soziale Form, institutionalisiert man sie, aber gleichzeitig raubt man ihr dadurch auch den Sinn."

Wir brauchen also immer mutige Menschen, die uns aufhorchen lassen. Die Wüstenväter waren mit ihrer Empfehlung, den Bischöfen aus dem Weg zu gehen, wohl etwas rebellisch. Die Idee sich auf Jesus und seine Werke zu besinnen und diese wieder in den Mittelpunkt zu stellen, ist aber durchaus auch heute eine Option.
Die Kirchengeschichte ist auch eine Geschichte der Ungehorsamen, von Franziskus zu Luther bis heute, zu den katholischen Frauen, die nicht gehorchen und sich zu Priesterinnen weihen lassen. Diese Vorbilder und VorstreiterInnen sind wichtig in der Kirche, der Geschichte und im werktäglichen Alltag.
Es ist immer wieder wichtig uns auf die Wurzeln, den Urgrund auf Jesus Christus zu besinnen. So können wir Bischöfen und Heiligen, Franziskus und Luther und auch dem Kirchenrecht und den Dogmen sagen: "Geht mir nur ein wenig aus der Sonne!" Damit es uns gelingt, dem Wanderprediger, Heiler, Gesetzesbrecher und barmherzigen Sohn Marias auf der Spur zu bleiben.

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Geändert: 27.06.2016
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