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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Müde sein reicht nicht

Wegwort vom 21. Juli 2017

Dass ich manchmal recht müde bin, habe ich in einem der letzten Wegworte angedeutet. Müde wie damals die Jünger an Pfingsten, als sie vom versprochenen Geist Gottes überrascht und überwältigt wurden und aus dem dunklen Gemäuer ins helle Tageslicht strömten und voller Kraft und vielsprachig Gottes Reich verkündeten.

Es reicht heute für uns nicht, müde im Dunkeln zu warten, ob der Heilige Geist auch bei uns einkehrt wie damals. Er kommt nicht so, aber er kommt, weckt auf, lässt in aller Ruhe uns klären, was zu tun ist für uns und unsere Welt.
Wir sehen schärfer, können mit dem politischen Geplänkel besser umgehen, lassen uns nicht von Tweets der einen oder andern Sorte ins Bockshorn jagen.
Denn unsere Kraft ist unsere Sensibilität, uns selber gegenüber, unsern Nächsten gegenüber, der Schöpfung gegenüber. Sorge tragen wird unsere Stärke sein, Achtgeben wird unsere Fantasie beflügeln.

Wir bleiben nicht dort stehen, wo wir die Schandtaten der Mächtigen bejammern, Geldgier und Zerstörungswut unverantwortlich reicher Menschen beklagen. Wir bleiben nicht beim müden Nein stehen. So wie es Naomi Klein im Umgang mit ausbeuterischen und menschenverachtenden Systemen deutlich formuliert: "No is not enough". - Nein ist nicht genug.

Es braucht mehr, es braucht ein starkes Ja zur Bewahrung der Schöpfung. Miteinander und mit Gott können wir Mauern überspringen, Mauern übersteigen, Mauern abbauen.
So, wie es der Psalmist (18,30) weiss und uns darum ermutigt: "Mit dir erstürme ich Wälle, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.".

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Geändert: 21.07.2017
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