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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Sehschärfe

Wegwort vom 28. September 2016

Wie steht es um Ihre Sehschärfe? Kommen Sie ohne Brille aus? Jesus hat keine Brillen verteilt, er hat Blinde geheilt. In allen vier Evangelien finden wir Blindenheilungen. Hier ein Beispiel aus dem Matthäusevangelium:

"Als sie aus Jericho herauswanderten, folgte ihm eine grosse Menschenmenge. Und seht, zwei Blinde, die am Weg sassen, hörten, dass Jesus vorbeikommt, und schrien: "Jesus, Nachkomme Davids, hab' Mitleid mit uns!" Die Menschenmenge drohte ihnen, sie sollten schweigen. Sie schrien jedoch noch lauter: "Jesus, Nachkomme Davids, hab' Mitleid mit uns!" Jesus blieb stehen und sagte: "Was wollt ihr, dass ich euch tue?" Sie antworteten ihm: "Jesus, unsere Augen sollen sich öffnen." Jesus wurde von Mitleid ergriffen und berührte ihre Augen. Sie konnten sofort wieder sehen und folgten ihm nach." (Mt 20,29-34)

Bei der Heilung von Blindheit kann es um die Sehschärfe gehen, aber auch um das Sehen im übertragenen Sinn. Was will ich sehen? Was kann ich sehen? Vor was verschliesse ich meine Augen?

Und es gibt noch eine weitere Möglichkeit, das "Weiter-Sehen"

"Man muss die Augen weit offen halten, um die Dinge so zu sehen, wie sie sind; noch weiter offen, um sie anders zu sehen, als sie sind; und noch viel weiter offen, um sie besser zu sehen: besser, als sie sind." (Antonio Machado)

Dabei geht es nicht darum, sich in Fantasiewelten zu verkriechen oder der Unwahrheit Tür und Tor zu öffnen, sondern viel mehr darum das Potenzial zu sehen, weiter zu schauen.
In diesem Sinn können wir alle wohl nur profitieren, wenn wir von Blindheit geheilt werden, wenn wir besser sehen. Darum mein Wunsch: Gute Sicht!

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Geändert: 28.09.2016
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