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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Die Pendlerin

Wegwort vom 2. September 2014

Ein grauer Tag. Es regnet, wie so oft in diesem Sommer. Die Züge sind gut besetzt mit Reisenden und ihrem Gepäck. Feriengäste reisen weg und zurück, und mit im Wagen sitzen auch ein paar "normale" Pendler, deren Ferien schon vorbei oder noch nicht angefangen haben.

Ich habe einen Sitzplatz, ein gutes Buch, die Mitreisenden sind alle in Lektüre oder Gespräche vertieft, wir nähern uns dem Ziel. "Zürich Hauptbahnhof, Endstation dieses Zuges, bitte alle aussteigen." Die Ansagen auch über Anschlusszüge lassen wir über uns ergehen. Die Stimmung im Zug scheint so grau wie draussen der Tag und die Natur. Und dann: " Ade Mitenand und chömed Sie guet underem Räge dure!" Ich war nicht die Einzige, die den Kopf gehoben hat, kurz staunte und dann ein Lächeln auf dem Gesicht hatte. Links und rechts, hinten und vorne geht ein Schmunzeln durch die Abteile. Die graue Stimmung ist verflogen.

Wie wenig es braucht, einen Farbtupfer in einen grauen Tag zu bringen. Ich habe die Zugsbegleiterin nicht gesehen und konnte mich nicht bei ihr bedanken. Ich hoffe, sie hat frohe, lächelnde Reisende beim Aussteigen gesehen und so ein Echo bekommen.

Das Erlebnis macht Mut, es auch selber zu probieren. Ein kleines Kompliment, ein Dankeschön, ein Gruss, ein Lächelnů

"Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König."
Das Lied hat weitere Strophen, kennen Sie diese?

Das habe ich im Internet gefunden:
"Frösche, die im Nassen sitzen, mit Vergnügen sich bespritzen.
Eulen, die auf Tannen hocken, stricken grüne Ringelsocken."

Viel Freude am Pendeln und farbige "Grautage" wünsche ich Ihnen.

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Hauptbahnhof Zürich.
Evangelisch-reformierte und Römisch-katholische Kirche. Impressum

Geändert: 02.09.2014
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