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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

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Wegwort vom 29. April 2016

1943 ist es in New York erschienen, «Der kleine Prinz» von Antoine de Saint-Exupéry. Das gefällt mir in diesem Buch:

«Es war einmal ein kleiner Prinz. Der kam von einem anderen Planeten auf die Erde. Dort begegnete er einem Fuchs. Und er fragte ihn: «Wer bist du? Du bist sehr hübsch.» «Ich bin ein Fuchs», sagte der Fuchs.
«Komm und spiel mit mir», schlug ihm der kleine Prinz vor.
«Ich bin so traurig.»
«Ich kann nicht mit dir spielen», sagte der Fuchs. «Ich bin noch nicht gezähmt!»
«Was bedeutet das: zähmen?»
«Du bist nicht von hier», sagte der Fuchs, «was suchst du?»
«Ich suche die Menschen», sagte der kleine Prinz. «Was bedeutet zähmen?»
«Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache», sagte der Fuchs. «Es bedeutet: sich vertraut machen.»
«Vertraut machen?»
«Gewiss», sagte der Fuchs. «Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt.»
«Ich beginne zu verstehen», sagte der kleine Prinz.

Und so beginnen sie, sich miteinander vertraut zu machen. Jeden Tag besucht der kleine Prinz den Fuchs, sie rücken einander näher, sie lernen sich kennen und werden Freunde. Irgendwann müssen sie sich trennen: Der Fuchs macht dem kleinen Prinzen zum Abschied ein Geschenk, er verrät ihm sein Geheimnis: «Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.»

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Geändert: 29.04.2016
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