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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Lebenssinn

Wegwort vom 11. Februar 2016

Artikel über Sinnsuche und Glücksforschung füllen ganze Seiten in Zeitschriften. Wir werden von unüberschaubaren Angeboten von Rezepten für ein erfülltes Leben überhäuft.

Der Philosoph Günther Anders schreibt: "Warum setzen sie eigentlich voraus, dass ein Leben, ausser da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur könnte - eben das, was sie Sinn nennen?"

Soll man sich überhaupt nach dem Warum und Wozu fragen?

Es gibt Lebensabschnitte und Situationen, in denen man sich diese Frage stellt, oder stellen muss.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, verlieren seine Nächsten oft den Boden unter den Füssen. Da kann schon die Frage aufkommen, was macht das Leben noch für einen Sinn? In einer akuten Phase des Verlustes ist es schwierig weiter zu gehen. Nach durchlebter Trauer kann die Lebensfreude jedoch wieder ihren Platz bekommen.

Der Sinn des Lebens besteht für mich im Wesentlichen darin, das Leben zu leben mit all seinen schönen und schwierigen Zeiten. Das braucht Mut und kann leichter gehen, wenn einem dabei liebe Menschen helfen und unterstützen.

Rilke sagt: "Lass dir Alles geschehn: Schönheit und Schrecken. Man muss nur gehen: Kein Gefühl ist das fernste. Lass dich von mir nicht trennen. Nah ist das Land, das sie das Leben nennen. Du wirst es erkennen an seinem Ernste. Gib mir die Hand."

Ja, man muss das Leben gehen und geschehen lassen.
Trennen wir uns nie von Gott. Geben wir ihm die Hand.

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Geändert: 11.02.2016
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