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Das Weg-Wort - Werktagsgedanken aus der Bahnhofkirche Zürich
 

Schuldenlast

Wegwort vom 28. April 2015

Schuld ist eine schwere Last. Sünde und Schuld belastet viele Menschen. Sie sind gedrückt und gebeugt unter der schweren Schuldenlast. So auch der Mann im Gespräch. Er fühlt sich sündig und schuldig. Er kann sich selber nicht vergeben, die Barmherzigkeit Gottes spürt er nicht.

Die Worte Jesu, die wir bei Matthäus finden, wollen uns befreien von der Last der Gesetzte und des Schuldigwerdens. "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht." (Mt 11,28f)
Unsere "ewige" Schuld bringt uns in Abhängigkeit und Ohnmacht. In der Vergangenheit wurde mit Schuldgefühlen und mit der Macht der Kirche das Volk klein gehalten, das Selbstwertgefühl geschmälert und gestaucht.

Am Anfang der Bibel, am Anfang jedes christlichen Glaubens aber, steht die Liebe Gottes, die Aussage: " Gott sah, dass es gut war!" Darauf dürfen wir bauen. Jesus richtet die gekrümmte Frau auf. Es geschieht an einem Sabbat. Das zeigt, dass Jesus bereit ist, Gesetze zu übertreten, um uns von Lasten zu befreien, um uns aufzurichten.

Schöne Worte allein befreien uns nicht von der Schuldenlast. Viel wichtiger ist es, dass wir uns angenommen fühlen. Darum wird im Schöpfungslied im ersten Buch der Bibel mehrmals wiederholt: "Und Gott sah, dass es gut war!"

Wenn Jesus Kranke, Arme, Ausgestossene und Zöllner in die Mitte nimmt, dann zeigt er uns, wie wir zu handeln haben. Menschen in unsere Mitte nehmen, ihre Türen und Herzen öffnen, damit sie Ballast abwerfen können. Die Barmherzigkeit Gottes ist in der Zuwendung und der Zuneigung der Menschen spürbar.

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Geändert: 28.04.2015
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